Erstmals nimmt die evangelische Kirche im Mindener Land in diesem Jahr den Ewigkeitssonntag zum Anlass für eine Vortrags- und eine Predigtreihe rund um das Thema Sterben und Abschied nehmen. Unter dem Motto „Gut vorbereitet sein für die letzte Reise“ soll die Veranstaltungsreihe Menschen dabei unterstützen, sich beherzt mit den „letzten Dingen“ auseinander zu setzen.
In der Woche nach dem Ewigkeitssonntag referieren in der Offenen Kirche St. Simeonis fünf Fachleute aus der Region (25. bis 29. November, jeweils um 16 Uhr). Rechtsanwalt Dr. Claus Burkardt vermittelt „Wissenswertes rund um das Erbrecht und seine Gestaltung“, Pfarrer Oliver Vogelsmeier informiert über das „Christliche Patientenvorsorge“-Formular und der Bestatter Marcus Sill spricht über Bestattungsformen sowie verschiedene Möglichkeiten, Trauerfeiern zu gestalten. Schwester Andrea Brewitt referiert über unterschiedliche Angebote ambulanter und stationärer Pflege, Helmut Dörmann über palliative und hospizliche Versorgung am Lebensende.
„Mit der Vortragsreihe möchten wir praktisches Wissen vermitteln, das dabei hilft, sich Aufgaben zu stellen, um die man nur allzu gern einen Bogen machen möchte“, erklärt Superintendent Jürgen Tiemann. Dazu gehören zum Beispiel das Schreiben des Testaments oder die Planung der eigenen Bestattung und Trauerfeier. Tatsächlich kann es jedoch ausgesprochen befreiend sein, Dinge wie diese geregelt zu haben.
Während die Vorträge praktisches Wissen vermitteln, das im Hier und Jetzt hilfreich sein kann, blickt die Predigtreihe über die Grenzen irdischen Lebens hinaus. Am 13., 20. und 27. November predigen die Pfarrer Bernhard Speller, Frieder Küppers und Christoph Ruffer zum Thema „Vom ewigen Leben und vom himmlischen Jerusalem“, gehen also der Frage nach, was nach dem Sterben kommt. „Sicherlich ist es schon allein spannend zu vergleichen, wie ähnlich oder verschieden es ist, was drei Mindener Pastoren über das ewige Leben denken“, meint Superintendent Tiemann. „Aber darüber hinaus wollen wir mit dieser Kombination von Vorträgen und Predigten, praktischen Informationen und spirituellen Aspekten zeigen, dass es auch angesichts des Todes Trost und Hoffnung gibt.“ Speller und Ruffer predigen in der St.-Simeonis-Kirche (13. und 27. November, 19.30 Uhr), Küppers in der Petrikirche (20. November, 19.30 Uhr).
Mit der Veranstaltungsreihe bezieht sich der Kirchenkreis Minden noch einmal auf die Ausstellung „Was bleibt“, die im März in der St.-Simeonis-Kirche zu sehen war. „Was bleibt“ und „Nichts vergessen“: Unter diesen Titeln läuft eine Initiative, mit der die Evangelische Kirche Menschen dabei unterstützen will, sich mit dem Sterben und Abschied nehmen auseinander zu setzen. Im Kern geht es dabei um die Frage, was Menschen tun können, um sich selbst und in gewissem Maß auch ihre Angehörigen auf die Zeit des Abschieds vorzubereiten.
Im Mittelpunkt der Initiative stehen zwei Ratgeber-Broschüren („Was bleibt“ und „Nicht(s) vergessen“), die Wanderausstellung, die in St. Simeonis zu sehen war, und ein Vorsorgeordner für wichtige Dokumente wie Patientenverfügung und Vollmachten. Die Broschüren und den Ordner können Interessierte kostenlos vom Kirchenkreis Minden beziehen (Telefon: 0571 837 44 32, Mail: min-kk-superintendentur@kk-ekvw.de).

Hier gibt es den Flyer „Gut vorbereitet sein für die letzte Reise“ im PDF Format.

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