Eigentlich war alles ganz anders geplant. Anlässlich der Verabschiedung von Jürgen Tiemann und der Einführung von Michael Mertins als sein Nachfolger im Amt des Superintendenten hatte es am Reformationstag (31. Oktober) einen Gottesdienst, einen Empfang und einen Abend der Begegnung geben sollen.

Aufgrund der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen wurde am Ende ein Gottesdienst im kleinen Kreis daraus, an dem lediglich die handelnden Personen und enge Familienangehörige teilnehmen konnten. Trotzdem gelang ein festlicher und stimmungsvoller Gottesdienst.

Bei den Planungen war nach einem Ort gesucht worden, an dem auch unter Corona-Schutz-Bestimmungen möglichst viele Gäste möglich sind. Dompropst Roland Falkenhahn hatte daher eingeladen, die Veranstaltung im Dom durchzuführen, der das größte Gotteshaus in Minden ist. Auch nach der extremen Reduzierung der Teilnehmerzahl blieb es bei dieser Ortswahl und so war der Gottesdienst nicht zuletzt auch ein schönes Zeichen der ökumenischen Verbundenheit zwischen evangelischer und katholischer Kirche im Mindener Land.

Herzlich begrüßte Falkenhahn als Hausherr die Teilnehmenden und freundlich führte Synodalassessor Bernhard Speller als Gastgeber durch den Gottesdienst. Für einen feinen musikalischen Rahmen sorgten Marien-Kantorin Anna Somogyi, Kreiskantor Nils Fricke, Kreisposaunenwart Lothar Euen, Sänger*innen und Bläser*innen des Kirchenkreises Minden.

Klug, zugewandt und einfühlsam sprach Präses Dr. Annette Kurschus zu Jürgen Tiemann und Michael Mertins. Als große besondere Stärke Tiemanns hob sie seine Fähigkeit hervor, Kontakte zu pflegen und Netzwerke zu knüpfen. Sehr geschätzt habe sie seine ehrliche, feinfühlige und unverstellte Art, seine breite Bildung und große Wissbegier. Mit den Worten „Geh getrost; ich werde dich vermissen – viele andere auch“ verabschiedete sie ihn schließlich in den Ruhestand. Dem neuen Superintendenten führte sie vor Augen, wie beherzt und mit klarer Mehrheit die Synode ihn gewählt hatte. „Machen Sie sich gemeinsam mit Gott auf den Weg zu den Menschen hier“, empfahl sie ihm und ermutigte ihn, bei seiner Arbeit Gerechtigkeit mit Freundlichkeit und Wärme zu verbinden.

In seiner Predigt betonte Mertins, was gerade auch in der jetzigen Pandemie die vorherrschende Aufgabe der Kirche sei: den Menschen Hoffnung zu geben und ihnen etwas von der Gewissheit zu vermitteln, dass Gott die Menschen trägt. Von Gottes Barmherzigkeit und von seinen Wohltaten gelte es zu erzählen und auf diese Weise Mut zu machen, auch in schwierigen Zeiten auf Gott zu vertrauen.

Eine Aufzeichnung des Gottesdiensts gibt es hier zu sehen.

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