In diesem Jahr habe ich meinen Garten besonders geschätzt und mit mir viele Menschen, mit denen ich in der Coronakrise gesprochen habe.

‚Ich bin so dankbar für unseren Garten‘ habe ich oft gehört ‚ da können wir jederzeit rausgehen. Und es tut so gut darin zu arbeiten, das erdet mich und bringt mich auf andere Gedanken.‘ Dazu haben viele ihren Garten auch auf ‚Selbstversorgung‘ hin angeschaut – die Gartencenter haben es gemerkt an den vielen Gemüsesetzlingen und Saatgut, die sie verkaufen konnten.

 

Meinen Garten kann ich gestalten, ich kann jäten, schneiden, säen und pflanzen. Mein Garten dankt mir meine Bemühungen mit Wachstum, Blüte und Frucht.  Dazu besuchen mich viele Tiere in meinem Garten und werden meine Untermieter.

Und mein Garten gibt mir immer wieder etwas zum Nachdenken.

In diesem Frühjahr und Sommer z.B., als es um die Frage ging: Was gibt uns Halt und Vertrauen in dieser Krise? – da fielen mir die Pflanzen auf, die nur gut wachsen können, wenn sie eine Rankhilfe haben, etwas an dem sie sich festhalten können. Das sind z.B. Erbsen und Stangenbohnen, aber auch Wein am Spalier und die wunderbar duftenden Wicken.

Diese Pflanzen suchen um sich herum und wenn sie einen Stab, eine Schnur oder eine andere Pflanze ertasten, dann halten sie sich an ihnen fest und wachsen in die Höhe.

Auch wir Menschen haben es immer mal wieder nötig uns irgendwo festzuhalten, bei der Familie, den Freunden, den Arbeitskollegen oder in der Kirchengemeinde.

Es tut uns gut, wenn wir Menschen haben, denen wir vertrauen können. Bei denen blühen wir auf.

Es gibt Situationen in denen haben wir den Eindruck, dass alle Sicherheiten wegbrechen und wir nichts haben, woran wir uns halten können.

Dann, aber nicht erst dann, ist es gut zu wissen, dass Gott uns seine Unterstützung versprochen hat. In der Bibel finde ich viele vertrauensstärkende Worte als  ‚Rankhilfe‘ für mein Leben. Wie die Worte, die der Beter oder die Beterin des 23.Psalms gefunden hat: Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

 

Bleiben Sie behütet!

Katja Reichling

Katja Reichling

Pfarrerin, Mariengemeinde Bezirk 3/Christuskirche Todtenhausen/Kutenhausen

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