Jugendliche trauern anders. Auf den Verlust eines nahen Angehörigen reagieren sie eventuell laut und intensiv, irritierend und verstörend. Eigentlich befinden sie sich in einer Entwicklungsphase, die geprägt ist von Spaß, Lebensfreude und dem Wunsch, das Leben aus vollen Zügen zu genießen. Gefühlen von Trauer und plötzlicher Leere begegnen Jugendliche daher häufig mit einer ausgeprägten Abwehrhaltung und mit der Opposition gegen Konventionen aller Art. Manche Jugendlichen halten aber auch ihre Trauer so weit wie möglich zurück, um ihre Familie nicht noch mehr zu belasten oder zu schützen. Erwachsene sind oft überfordert damit, sich auf all das einzustellen – erst recht, wenn auch sie selbst trauern, weil ein Familienmitglied gestorben ist.
Nachdem die Trauergruppe Panther bislang jüngere Kinder betreut und begleitet hat, startet demnächst erstmals eine Gruppe für Jugendliche ab 14 Jahren. Die Gruppe ist auf zehn Treffen alle 14 Tage angelegt – jeweils donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr in der Hermannstraße 19 (32423 Minden). Die Jugendlichen kommen in der Regel gemeinsam mit ihren Eltern beziehungsweise einem Elternteil – oder auch z. B. mit Großeltern – in den Kurs. Die erwachsenen Begleitpersonen treffen sich in einem Nebenraum und bekommen dort die Möglichkeit, sich mit Anderen auszutauschen, die ebenfalls trauern. Das Angebot ist – dank der Förderung durch Stiftungsgelder – kostenlos.
Das Konzept für die Gruppe ist vom Initiativkreis „Trauernde Kinder“ der Klinikseelsorge am Johannes Wesling Klinikum entwickelt worden. Zum vorbereitenden Team gehören Ulla Brauns-Kohlmeier, Claudia Bahl, Melanie Drucks, Saskia Lindenkamp und Dr. Martina Rose. Brauns-Kohlmeier ist Trauerbegleiterin, Bahl Erzieherin und Lindenkamp Trauerbegleiterin für Kinder und Sozialpädagogin. Drucks ist Pfarrerin in der Krankenhausseelsorge und Rose Oberärztin an der Kinderklinik des Johannes Wesling Klinikums. Grundidee ist, trauernden Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen, mit ihrer Trauer in Kontakt zu gelangen, darüber zu sprechen und mehr Klarheit über ihre Gefühle zu gewinnen. Dabei helfen vor allem kreative Angebote.
Der Kurs für Jugendliche startet voraussichtlich Ende des Jahres. Noch sind einige Plätze frei. Nähere Informationen und Anmeldungen sind möglich bei Saskia Lindenkamp, Telefon (0178) 720 95 70, oder bei Pfarrerin Melanie Drucks, Telefon (05 71) 790 28 83. Die Mailadresse ist Trauergruppe-panther@web.de.

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