Westfalen/Petershagen. Präses Annette Kurschus hat auf die Bedeutung von Kirchengebäuden hingewiesen: „Unsere Welt und unsere Seelen, unsere Meinungen von uns selbst und voneinander, unsere Dörfer und Städte würden enger und ärmer ohne sie.“ Zugleich betonte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, dass Kirchen keine Orte des Rückzugs und der Abschottung sind.

Am Sonntag (28.10.) sagte Präses Kurschus im Festgottesdienst zum 400-jährigen Bestehen der Petrikirche in Petershagen bei Minden: „Gottes Nähe werden wir hier nur finden, wenn wir unseren Blick von hier aus in die Welt richten. Auf diejenigen, die keiner will; gegen die sich Hassparolen richten; die kein Ansehen genießen. Dahin, wo Unrecht und Gewalt an der Tagesordnung sind.“ Nach der stärkenden Einkehr des Gottesdienstes an diesem Ort „müssen wir wieder weg von hier, mitten hinein ins Leben. Auch und gerade dahin, wo Gott ganz weit weg scheint.“ Gott sei im Menschen zu finden: „In dem einen Menschen Jesus von Nazareth – und in allen Menschenbrüdern und Menschenschwestern, die im Elend und in Not sind.“
Die Kirche sei in diesem Sinne ein „Zwischenraum“. Ohne sie „fehlte ein Raum, der die Ahnung und die Hoffnung atmet, dass da etwas ist, das nicht verschwindet im Werden und Vergehen der Zeiten. Es fehlte ein Ort, der über sich hinausweist auf das, was bleibt; was lange vor mir war und nach mir nicht enden wird.“ Und selbst wenn viele Menschen daran nicht mehr glauben könnten oder wollten, brauche es einen Ort, der die Sehnsucht danach und die Erinnerung daran wachhält.

(Text von Andreas Duderstedt / Pressestelle Evangelische Kirche von Westfalen)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen