2018 blicken wir auf 35 Jahre »Konziliarer Prozess« zurück als gemeinsamen Lernweg von Christen und Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Zum Abschluss der Mindener Nachhaltigkeitswochen findet am 9. und 10. November ein bundesweiter Ökumenischer Ratschlag zum Thema Grüne Reformation und Ökologische Theologie statt.
Seit der Vollversammlung des Ökumenischen Rates 1983 in Vancouver hat sich der Konziliare Prozess zu einer weltweiten christlichen Bewegung entwickelt. Die UN-Agenda 2030 mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) von 2015 haben viele Gemeinsamkeiten mit den Zielen des Konziliaren Prozesses.
Wie können wir angesichts der sich verschärfenden planetarischen Krisen unsere Kräfte bündeln? Welche Stimmen und Aktivitäten sind aus den Kirchen wahrnehmbar? Wie können wir zusammen mit anderen gesellschaftlichen Bewegungen zu einem guten Leben für Alle auf einer heilenden Erde beitragen? Das soll in Minden diskutiert werden.
Ausgehend von der Jahreslosung »Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst« (Offb.24,6) und dem Schwerpunkt der Mindener Nachhaltigkeitswochen 2018 auf SDG 6 (Sauberes Wasser) und den anderen »blauen« SDGs 14 (Meere schützen), 16 (Frieden und Gerechtigkeit) und 17 (Globale Partnerschaft) sollen möglichst konkrete Handlungsansätze für Kommunen (SDG 11: Nachhaltige Städte) und Kirchen erarbeitet werden.
Hauptreferent am Freitag ist Präses a.D. Manfred Kock. In seiner Amtszeit als Vorsitzender des Rats der Evangelischen Kirche Deutschlands hat er sich für Ökumene stark gemacht, mit der Politik über die seinerzeit neu aufflammenden bioethischen Fragen diskutiert und nach neuen Wegen im Dialog mit anderen Religionen gesucht.
Bischöfin a.D. Bärbel Wartenberg-Potter ist als Organisatorin der Ökumenischen Versammlung in Vancouver 1983 prominente Zeitzeugin für den Beginn des Konziliaren Prozesses und wird am Samstag ein Plädoyer für eine Grüne Reformation halten.
Impulse und Ergebnisse der Vorträge, Diskussionen und Workshops werden in den »Mindener Thesen für eine Grüne Reformation« zusammengefasst und veröffentlicht.
Veranstalter sind das Ökumenische Netz in Deutschland und die Stiftung Ökumene, Gastgeberin die Mindener Projektgruppe Gemeinwohl-Ökonomie und Ethischer Welthandel in Kooperation mit dem evangelischen Kirchenkreis und dem Welthaus. Die Schirmherrschaft hat Superintendent Jürgen Tiemann.
Der Ratschlag ist öffentlich und findet in der St. Petrikirche, Ritterstraße 5-7 statt. Es ist auch möglich, nur an einem der beiden Konferenztage oder nur an der Vesper teilzunehmen. Zur Taizé-Vesper am Freitagabend und dem anschließenden Empfang sind auch Nicht-Ratschlagsteilnehmer*innen willkommen.
Anmeldung gerne bis zum 31.10. bei Katharina Walckhoff ratschlag@gwoe-owl.org oder 0176-53833582. https://gwoe-owl.org/ratschlag

(Text von Katharina Walckhoff / Mindener Projektgruppe Gemeinwohl-Ökonomie))

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