Mehr als 14 Jahre leitete Schwester Silke Korff als Oberin die Geschicke der Diakonissengemeinschaft der Diakonie Stiftung Salem. Ihre Nachfolge hat jetzt Schwester Andrea Brewitt angetreten. In einem Festgottesdienst am 21. Januar wurde Andrea Brewitt in das Amt der Oberin eingeführt.
Zum Oberinnenwechsel waren viele Gäste in der Auferstehungskirche Salem zusammengekommen. Auch Schwestern anderer Mutterhäuser aus ganz Deutschland nahmen an den Feierlichkeiten teil. Pfarrer Thomas Lunkenheimer, theologischer Vorstand der Diakonie Stiftung Salem, und Doris Damke, Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche von Westfalen, führten durch den Gottesdienst.
Doris Damke entließ Schwester Silke Korff aus ihrem Dienst. „Sie sind nun frei“, so die Oberkirchenrätin. Anschließend wurde Andrea Brewitt als neue Oberin eingeführt. „Sie müssen eine starke Frau sein, für ihr neues Amt“, so Damke. „Ihr Lebensweg zeigt, dass sie das sind.“ Mit Segensworten wurde Schwester Andrea Brewitt in ihr neues Amt aufgenommen. Anschließend übergab Silke Korff ihr feierlich das Oberinnenkreuz der Diakonissengemeinschaft.
Für Silke Korff beginnt nun eine Zeit der Entspannung. Sie gab nicht nur das Amt der Oberin ab, sondern ist ganz offiziell seit Anfang des Jahres im Ruhestand. Im Sommer geht es darum erst mal in den Urlaub. Ganz allein. „Für jemanden wie mich, der immer Menschen um sich herum hat, ist das eine große Sache“, so Silke Korff. Eine verdiente Auszeit, denn Silke Korff hat sich seit vielen Jahre unermüdlich für Menschen eingesetzt. 1984 begann sie ihren Dienst im Haus Abendfrieden der ehemaligen Diakonissenanstalt Salem Köslin. Am Evangelischen Fachseminar für Altenpflege absolvierte sie die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin. 1990 trat sie der Schwesternschaft bei. In der ehemaligen Diakonissenanstalt übernahm sie verschiedene Aufgaben, baute unter anderem als Leiterin die ambulante Altenpflege auf. Im Jahr 2003 wurde sie in das Heimleitung aller drei Altenpflegeheime der Diakonissenanstalt tätig. Als Vorstand begleitete Heimleitung aller drei Altenpflegeheime der Diakonissenanstalt tätig. Als Vorstand begleitete Schwester Silke Korff auch den Zusammenschluss der Diakonissenanstalt mit dem damaligen Diakonischen Werk Minden. In der neu entstandenen Diakonie Stiftung Salem war Silke Korff ebenfalls Teil des Vorstandes. 2013 trat sie von diesem Amt zurück, auch um sich mehr der Schwesternschaft widmen zu können. Als Ehrenamtskoordinatorin war sie weiterhin Ansprechpartnerin für rund 250 ehrenamtlich engagierte Menschen.
Ihre soziale Arbeit ganz aufgeben kommt für Schwester Silke Korff allerdings auch im Ruhestand nicht in Frage. Sie möchte sich bald wieder ehrenamtlich engagieren. „Ich habe mich mein Leben lang älteren Menschen gewidmet, jetzt möchte ich mit jungen Menschen arbeiten“, so Korff. Als Prädikantin ist sie außerdem weiterhin ehrenamtlich im Verkündigungsdienst der Evangelischen Kirche engagiert.
Auf Andrea Brewitt warten hingegen viele neue Aufgaben in der Schwesternschaft. Zunächst steht in diesem Jahr das 150-jährige Jubiläum der Diakonissengemeinschaft an. Viele Veranstaltungen sind geplant und natürlich darf die neue Oberin bei den Vorbereitungen nicht fehlen. Dazu kommt die Arbeit in der Pflegeberatung der Diakonie Stiftung Salem, die Andrea Brewitt auch im Amt der Oberin weiterführt. Immerhin hat sie sich voll und ganz dem Dienst am Menschen verschrieben. „Schon als Kind hat man mir gesagt, ich hätte so eine soziale Ader“, sagte Brewitt. Schwester Andrea Brewitt erlernte zunächst den Beruf der Erzieherin. In einem persönlichen Gespräch riet ihr jedoch Werner Pohle, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Minden, zu einer Ausbildung in der Pflege. Am Evangelischen Fachseminar für Altenpflege kam sie dann in Kontakt mit der Schwesternschaft. Nach bestandener Ausbildung zur Fachkraft für Altenpflege arbeitete Andrea Brewitt unter anderem auf der Schwerstpflegestation des Krankenhauses Bethanien am Wittekindshof. Gemeinsam mit ihrem Mann adoptierte sie drei Töchter und widmete sich daraufhin für einige Jahre ganz der Kindererziehung. Bei einem Klassentreffen des Fachseminars kam sie allerdings nach zehn Jahren wieder in den Kontakt mit der Schwesternschaft. „Da war mir schnell klar, dass ich Teil dieser Gemeinschaft sein möchte“, so Brewitt. Nach einem Jahr als Anwärterin trat sie 1999 in die Schwesternschaft ein. 2006 kehrte sie ins Berufsleben zurück und übernahm die Pflege der Mutterhausschwestern. Später baute sie als Leiterin die Tagespflege Barkhausen auf. Es folgte der Wechsel in die Pflegeberatung. Einige Jahre wirkte Andrea Brewitt als Vorsitzende des Schwesternrates und in dieser Funktion im Kuratorium der Diakonie Stiftung Salem. „Das ist der Weg, den der Herr für mich gewollt hat. Er hat mich auf diesen Weg gebracht, mich hindurchgeführt, mich immer wieder aufgerichtet. Ganz im Sinne meiner Mitschwestern geht der Auftrag weiter“, so Brewitt.

Text von Christian Niemann / Diakonie Stiftung Salem

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