Seit 2016 nimmt die Flüchtlingsberatungsstelle des Evangelischen Kirchenkreises Minden teil am Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ im Rahmen der Flüchtlings- und Chancenpatenschaften. Kernidee ist, Menschen miteinander zu verbinden, die Hilfe benötigen beziehungsweise Hilfe geben können.
Die Hilfsangebote erstrecken sich von gemeinsamen Aktivitäten wie z. B. Sport, Spaziergängen, Ausflügen über das Erlernen der deutschen Sprache, Unterstützung bei schulischen Defiziten bis hin zur Begleitung von Behörden- oder Arztbesuchen und Hilfestellung beim Ausfüllen schwieriger deutscher Formulare. Die Paten-Tandems sind so unterschiedlich wie die Menschen es auch sind. Bislang konnten rund 240 Menschen miteinander „verknüpft“ werden. Meistens halten die Verbindungen über den Förderzeitraum von zwei Jahren hinaus.
Im Juli hat das Bundesfamilienministerium die Ergebnisse einer Wirkungsanalyse des Patenschaftsprogramms „Menschen stärken Menschen“ vorgestellt. Demnach empfinden über 90 Prozent der befragten Freiwilligen ihr Engagement in der Patenschaft als wichtigen Beitrag zur Integration geflüchteter Menschen. Durch die Patenschaft hat rund ein Drittel der Geflüchteten einen Praktikumsplatz, eine Ausbildung, einen Betreuungsplatz oder Ähnliches gefunden. In vergleichbarem Umfang haben die geflüchteten Menschen durch ihre Patin oder ihren Paten Zugang zum Beispiel zu einem Verein gefunden; ein Fünftel engagiert sich nun selbst ehrenamtlich.
Nahezu alle befragten Freiwilligen (94 Prozent) geben an, dass durch das Zusammentreffen in den Patenschafts-Tandems das gegenseitige Verständnis zunimmt. Die Patenschaften bleiben dabei vielfach nicht für sich, sondern wirken auch auf ihr Umfeld: Vielerorts nehmen weitere Personen an Aktivitäten der Tandems teil – dadurch erweitern sich die Kontakte und Wirkungen über die Patenschaft hinaus.
Auf der Ebene der lokalen Organisationen trägt das Programm „Menschen stärken Menschen“ zur erfolgreichen Netzwerkarbeit bei und führt zu mehr Kompetenz, auf die auch in anderen Projekten sowie in der alltäglichen Arbeit zurückgegriffen werden kann.
Im September besuchte eine Mitarbeiterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Standort Minden, um mit eigenen Augen die zahlreichen Aktivitäten kennen zu lernen – eine schöne Anerkennung für die Engagierten im Mindener Land.
Einen guten Eindruck von der Flüchtlingspaten-Arbeit vermittelt ein Film auf Youtube, der unter dem Stichwort „Flüchtlingspaten Minden“ zu finden ist (Link: https://youtu.be/J7H5BR102dk).
Der Bedarf an Patenschaften und unterschiedlicher Form von Unterstützung ist bei weitem nicht gedeckt. Menschen, die sich in diesem Kontext engagieren wollen und die etwas Zeit an andere Menschen verschenken wollen, sind also sehr willkommen.
Eine unverbindliche Kontaktaufnahme ist möglich unter der Telefonnummer (0571) 9552-413 oder per E-Mail an fluechtlingspaten@kirchenkreis-minden.de.

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