Nun gibt es 23 qualifizierte Flüchtlingspatinnen und -paten in Minden. Elf haben nach einer viermonatigen Schulung ihre Zertifikate im Wichernhaus der evangelischen St. Jakobus-Kirchengemeinde erhalten; zwölf engagierte Bürgerinnen und Bürger wurden bereits 2016 ausgebildet. Die Urkunden überreichten Bürgermeister Michael Jäcke und Superintendent Jürgen Tiemann. Eine Rose für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer gab es von der städtischen Integrationsbeauftragten Selvi Arslan-Dolma.
„Es gibt nun 23 qualifizierte Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, aber darüber hinaus natürlich noch ganz viele weitere in Minden, die aktiv sind“, unterstrich Elke Bikowski von der Flüchtlingsberatung des Evangelischen Kirchenkreises. Die vielen hundert Ehrenamtlichen unterstützen Geflüchtete als Patinnen und Paten, in der Beratung, bei Behördengängen, als ehrenamtliche Deutschlehrerinnen und -lehrer, in Fahrradwerkstätten, Kleiderkammern oder auch in der Organisation von kleinen Festen.
Die Schulung wurde zum zweiten Mal von der Flüchtlingsberatung des Kirchenkreises Minden angeboten in Kooperation mit der Stadt Minden, der Caritas und PariSozial. Die Schulung ist keine Voraussetzung für eine Patenschaft, bietet aber qualifizierte Schulungseinheiten, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer Aufgabe stärken sollen. Die Maßnahme wird als „Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe“ aus dem Lokalen Aktionsplan Minden gefördert.
Die Dozenten der Schulung mit zehn Terminen waren Norbert Scherpe, bis Mai 2016 Integrationsbeauftragter der Stadt Minden, Marco Mehwald (PariSozial), Cornelia Schiepek und Samira Mertens (Caritas Minden), Oliver Roth (Evangelische Flüchtlingsberatung), Cornelia Welge und Uwe Detering (Praxisgemeinschaft für Psychotherapie) sowie Gisela Posch, Holger David und Peter Schwarze (alle drei Stadt Minden).
Gelehrt und gelernt wurde in den Räumlichkeiten des Wichernhauses: Die Teilnehmenden erhielten unter anderem Einblicke in Interkulturelle Kompetenzen, Sozialrecht und Asylrecht, Integrationsmodelle, Kommunikation und Konfliktmanagement sowie in den Umgang mit Traumata. Aber auch Hilfen für Helferinnen und Helfer, Versicherungsfragen und Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche standen auf dem Programm. „Die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger wird gebraucht. Sie sind das wichtige Bindeglied zwischen den Flüchtlingen und den Institutionen“, sagte Superintendent Jürgen Tiemann.

13. 10. 2017 (Susann Lewerenz / Stadt Minden)

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