Groß ist die Freude in der Offenen Kirche St. Simeonis: Das „Samariter-Fenster“ ist zurück. Kurz vor Weihnachten ist zunächst das gründlich sanierte Maßwerk eingebaut worden und danach Schritt für Schritt das Fenster mit der Darstellung zum Gleichnis vom barmherzigen Samariter.
44.000 Euro für die Sanierung eines Kirchenfensters aufzubringen, ist niemals leicht, für eine Offene Kirche ohne eigene Gemeinde wie St. Simeonis jedoch umso schwieriger. Dennoch hatte Pfarrer Andreas Brügmann – dank zahlreicher Spenden und der großzügigen Unterstützung durch die Dr. Hermann & Ellen Klaproth Stiftung in München – die erforderliche Summe im Sommer zusammen bekommen.
Eigentlich sah man dem Samariter damals kaum an, wie gefährdet er war. Aber aufgrund eines statischen Problems im Maßwerk darüber lastete viel zu viel Druck auf dem prächtigen Fenster rechts vom Altar. Bei genauem Hinsehen war jedoch zu erkennen, dass sich das Glas zwischen den Blei-Verstrebungen bereits nach vorne wölbte. Sachverständige hatten deshalb davor gewarnt, dass der gläserne Samariter jederzeit hätte zerspringen können.
Nun, wo der Samariter wieder da ist, bemerkt man aber sofort den Unterschied. Die Farben sind klarer geworden und das Licht scheint durch dieses Fenster durchaus ein bisschen heller zu leuchten als durch die anderen. „Außerdem ist das Samariterfenster nun wieder sicher, weil es fest im Maß- und Mauerwerk sitzt“, freut sich Brügmann. Vor der Förderzusage von der Stiftung aus München sei es kurz davor gewesen, dass man das Samariterfenster aus Sicherheitsgründen hätte ausbauen und einlagern müssen.
Eine auf Glasmalerei spezialisierte Firma aus Borchen im Kreis Paderborn hat alle Glas-Scheibchen gereinigt und kaputte Teile ersetzt. Sämtlicher Kitt wurde herausgelöst und durch neuen Leinölkitt ersetzt, das Netz aus Bleiverstrebungen neu verzinnt. In enger Zusammenarbeit mit den Glasmalern hat unterdessen ein Steinmetz-Betrieb aus Löhne das Maßwerk saniert. Auch die so genannten Windeisen, die das Fenster vor Winddruck schützen, wurden im Zuge der Sanierung erneuert. Neu ist darüber hinaus eine Art Ablaufrinne, die Kondenswasser so auffängt, dass es weder die Farben auf dem Glas noch das Mauerwerk angreifen kann.
„Leider müssen wir nun gleich um Spenden und Unterstützung für die nächste Fenstersanierung bitten“, erklärt Brügmann. Auch das Fenster links vom Altar, das die Rückkehr des verlorenen Sohnes zum Thema hat, ist extrem gefährdet. Auch hier liegt das Problem im Maßwerk über dem Fenster, auch hier wölbt sich das Glas zwischen den Bleiverstrebungen bedenklich nach vorne. „Die nächste Spenden-Aktion läuft also schon“, sagt Brügmann.

Nähere Informationen gibt es gleich hier auf der Internetseite unter „Spenden-Projekte“.

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