„Aktion Reinhardt“: Unter diesem Tarnnamen verfolgten die Nationalsozialisten das Ziel, systematisch alle Jüdinnen und Juden im heutigen Ostpolen zu töten. Eine Ausstellung zu diesem Thema hat die Gedenkstätte Majdanek erstellt. Die Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e. V. hat nun diese Ausstellung nach Minden geholt; ab 5. November ist sie in der Offenen Kirche St. Simeonis zu sehen.
Sobibor ist neben Belzec und Treblinka einer der beinahe vergessenen Orte des Holocaust. In den Jahren 1942 bis 1943 wurden im Rahmen der Aktion Reinhardt mehr als 1,5 Millionen Menschen ermordet, darunter 50.000 Sinti und Roma. Allein in Sobibor wurden 170.000 aus ganz Europa deportierte Juden und Jüdinnen ermordet. Schließlich beendeten ein Häftlingsaufstand und das Nahen der Roten Armee das Töten.
Anlass für die Auseinandersetzung mit den weniger bekannten Vernichtungslagern war u. a. der Prozess gegen den ehemaligen ukrainischen Wachmann Iwan Demjanjuk. Das Wissen über die Geschehnisse z. B. in Sobibor ist den Berichten der wenigen Überlebenden zu verdanken. Die Täter zogen es vor zu schweigen.
Die Ausstellung wird begleitet durch die Installation „a place of murder and the sky is blue“ der Bielefelder Künstlerin Raphaela Kula.
Die Ausstellungseröffnung findet statt am Dienstag, 5. November, um 17.30 Uhr in der St.-Simeonis-Kirche (Simeonskirchhof 6, 32423 Minden). Sie ist dann dienstags bis samstags zu sehen von 11 bis 17 Uhr bis zum 29. November.

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