Eine Wanderausstellung über die ezidische Kultur, Geschichte und Religion ist ab 4. März in der Offenen Kirche St. Simeonis zu sehen. Die Ausstellung ist von und mit Ezidinnen und Eziden geplant und realisiert worden, die schon lange in Deutschland leben. Sie gibt Einblicke in ezidische Lebenswelten in den Ursprungsregionen im Nahen und Mittleren Osten sowie in der Diaspora. Der Titel der Ausstellung „EZIDI – Offene Lebenswelten“ soll anregen, das Ezidentum in seiner Lebendigkeit und Vielseitigkeit zu betrachten. Der Untertitel „Was für ein schöner Morgen“ ist einem ezidischen Morgengebet entnommen und betont die hoffnungsvolle Seite der mehr als 4000 Jahre alten ezidischen Religion und Kultur.
Weltweit gibt es etwa eine Million Eziden (auch: „Jesiden“ oder „Yesiden“). Ihre ursprünglichen Heimatländer sind der Irak, die Türkei, Syrien und Iran. Die weltweit größte Diasporagemeinde mit rund 200.000 Menschen lebt in Deutschland, mehrheitlich in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, im Saarland, in Bremen, Hamburg und Berlin.
Die Ausstellung wird eröffnet mit einem Gastvortrag des Politikwissenschaftlers Serhat Ortac am Mittwoch, 4. März, um 18 Uhr. Am Donnerstag, 5. März, bietet von 15 bis 17 Uhr das Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Minden eine Führung durch die Ausstellung für Lehrkräfte an. Am Dienstag, 17. März, findet ab 18.30 Uhr ein Kulturabend mit der Sängerin Keca Medya zu dem Thema „Die Rolle der Frau im Ezidentum“ statt. Die Ausstellung läuft bis Donnerstag, 2. April. Sie ist geöffnet dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr. Führungen für Schulklassen, Konfirmanden und andere Gruppen sind nach Vereinbarung möglich.

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