Neues Projekt vorgestellt
7. Februar, Petershagen. Kann eine Wüste grün sein? Eine Antwort auf diese Frage fanden die Besucher des Brot für die Welt Tages in Schlüsselburg. Sie konnten sich dort ausführlich über das neue Rechtshilfeprojekt in Brasilien informieren. Sabine Pottmann, Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes Münster stellte es in Bildern vor. Einheimische Indianervölker versuchen, gegen widerrechtlich angebaute Eukalyptus-Monokulturen auf ihrem Land zu protestieren. „Sie leben von landwirtschaftlichen Erträgen, die durch die unrechtmäßig angelegten Monokulturen zerstört worden sind.“, begründet Pfarrer Frank Lessmann-Pfeifer das Engagement. „Die Holzerträge werden zu Zellulose, dem Ausgangsstoff für Taschentücher, Küchenrollen und ähnlichem Papier verarbeitet.“ Das Indianerland hat sich inzwischen in eine grüne Wüste verwandelt. Die mitwirkenden Kirchengemeinden Buchholz, Schlüsselburg, Heimsen, Ovenstädt und Petershagen unterstützen mit den Einnahmen aus Spielangeboten, Kaffee- und Kuchenverkauf sowie Spenden das Regenwaltprojekt in Brasilien.
Im Gottesdienst fragte der Hannoveraner Landesbischof i.R. und Loccumer Abt Dr. Horst Hirschler, warum Christen sich für diese und ähnliche Projekte stark machen. „Christen engagieren sich aus ihrem Glauben an Jesus Christus heraus. Es ist gut, sein Herz nicht an einzelne Projekte zu hängen. Projekte können scheitern. Aber von Ostern her wissen wir, dass Jesus Christus unsere einzige Hoffnung ist. Aus dieser Hoffnung heraus müssen wir immer wieder aktiv werden.“ Der Weg der Gerechtigkeit zwischen Nordhalbkugel und Südhalbkugel ist lang. Dies hatten die Konfirmandengruppen der beteiligten Gemeinden und Gemeindebezirke in Petershagen gemalt. Immer an der Wand der Sporthalle des Menzestiftes in Schlüsselburg entlang, konnten die Gäste diesen Bilderfries betrachten. Gleich nebenan boten die Veranstalter und der Eine Welt Laden Minden Produkte aus gerechtem Handel an. Hier konnten die Besucher des Erlebnistages zum Beispiel Taschentücher und andere Sanitärartikel erwerben, die nicht aus Zellulose hergestellt worden waren. Viel Spaß hatten die jungen Besucher, die sich bei verschiedenen Spiel- und Malangeboten vergnügten. Die Andacht zum Abschluss gestaltete Superintendent Jürgen Tiemann.






