Tauferinnerungsgottesdienst feiern
1. Juni, Minden. Mit dicken runden Wasserbällen strömten Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter aus dem Albert-Schweitzer-Haus in Minden. Gemeinsam mit ihren Eltern hatten sie an einem Tauferinnerungsgottesdienst teilgenommen. Die Bedeutung der Taufe und die Erinnerung an diesen persönlichen Festtag standen im Mittelpunkt des Familiengottesdienstes. Lieder, Gebete Lesungen und die Predigt nahmen darauf Bezug. Pfarrerin Philipps sprach jedem Kind zur Erinnerung an die Taufe den Segen Gottes zu. Anschließend verschenkte sie neben dem Wasserball noch Segensworte, die wie ein Tattoo auf Kinderarmen aufgebracht werden können. Für jedes Jahr eines zum jeweiligen Tauftag. Natürlich probierten die kleinen Gottesdienstbesucher gleich im Anschluss an den Gottesdienst aus, ob sie das Segenswort tatsächlich auf dem Arm oder Handrücken tragen konnten. Ihre Eltern unterhielten sich währenddessen angeregt bei einer Tasse Kaffee im Eingangsbereich des Albert-Schweitzer-Hauses. Dort gab es noch ein Wasserbecken mit Rosenblättern und „Edelsteinen“ auf dem Grund zum kreativen Umgang mit dem nassen Element.
In der Kirchengemeinde St. Marien haben Tauferinnerungsgottesdienste Tradition. Fast alle jungen Eltern bringen ihre Kinder zur Taufe. In der religiösen Erziehung der Kinder suchen einige nach Unterstützung. Mit dem Projekt „Mit Kindern neu Anfangen“, das die Evangelische Kirche von Westfalen initiierte, will die Landeskirche diese Unterstützung geben. „In den Kirchengemeinden im Kirchenkreis Minden geschieht schon viel.,“ sagt Miriam Philipps, die im Kirchenkreis mit der Projektbegleitung betraut ist. Das Projekt will Kirchengemeinden und zum Beispiel evangelischen Kindertageseinrichtungen Anregungen und konkrete Praxismodelle für die Begleitung religiöser Erziehung geben. So finden sich im gemeindlichen „Starterpaket“ sowohl ein Konzept für einen Informationsabend vor der Taufe als auch Material zum Basteln einer Taufkerze. „Die Materialien sind an der Gemeindepraxis und am Alltag mit Kindern orientiert.“, skizziert Pfarrerin Miriam Philipps das Angebot. Gemeinden, die mitmachen und das Starter-Set anschaffen, erhalten Zusatzlieferungen mit weiteren Vorschlägen sowie regelmäßige Informationen und Hinweise. Darüber hinaus sind Zusatzangebote vorgesehen: von Modellen für Krabbelgruppen, Bibelwochen und -tage bis hin zu gemeindlicher Vermittlung von Babysittern oder Hausaufgabenhilfe. „Jesus stellte ein Kind in die Mitte seiner Jünger. Genauso gehören Kinder in die Mitte unserer Gemeinden.“, formuliert Miriam Philipps den biblischen Leitgedanken des Projekts. Bis 2008 werden sich Kirchengemeinden in der westfälischen Landeskirche intensiv mit dem Thema beschäftigen und sich dann über ihre Erfahrungen austauschen. UL







