Bausanierung aus Spenden finanzieren
6. Dezember, Minden. „Wir wollen den baulichen Erhalt der St. Marienkirche auf eine breite Basis stellen.“, formuliert Jörn-Hermann Kißing das Anliegen des Kirchbauvereins St. Marien. Nach der Gründung des Kirchbauvereins St. Marien Minden e.V. sind jetzt alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um den Verein mit Leben zu füllen. Rechtsanwalt Klaus-Joachim Riechmann und Dirk Bredemeier von der Deutschen Bank Minden haben den ehrenamtlichen Vorstand juristisch und finanziell beraten, damit zum Beispiel Spendenbescheinigungen mit der entsprechenden Steuerabzugsfähigkeit ausgestellt werden können. So ist die Marienkirche als Kulturdenkmal anerkannt und damit besonders förderungswürdig. „Wir freuen uns über jede Spende, erheben aber keinen Vereinsbeitrag. Denn uns ist eine breite ideelle Unterstützung aus der Bürgerschaft Mindens durch die Mitgliedschaft sehr wichtig.“, erläutert Vorstandsmitglied Heinz Langer. „Verwaltungskosten fallen nicht an. Wir alle engagieren uns ehrenamtlich. Ziel und Aufgabe des Vereins sind ausschließlich die Förderung und Pflege der baulichen Erhaltung der St. Marienkirche.“
Besonders der Marienkirchturm ist mit seinen rund 65 Höhenmetern ein Wahrzeichen der Stadt, an dem der Zahn der Zeit, die Witterung und Umweltbelastungen nagen. Der Sandstein des Kirchturms brökelt sichtbar an Fenstern und Türen. An anderen, weniger sichtbaren Stellen machen Wasserschäden eine Außensanierung ebenso notwendig. Die letzten großen Erhaltungsmaßnahmen wurden vor dreißig Jahren durchgeführt. „Wir haben noch keinen Schadenskataster erstellt, rechnen aber mit Kosten im sechsstelligen Bereich schon für den ersten Bauabschnitt, die Turmsanierung.“, schätzen die Vorstandsmitglieder Gudrun Franzius, Heinz Langer und Jörn-Hermann Kißing den Finanzbedarf. Dachrinnen und Blitzableiter, Bleiabdeckung und Reliefschmuck müssen erneuert werden. Die Haushaltslage der St. Marienkirchengemeinde lässt eine Sanierung allein aus Haushaltsmitteln nicht zu. Pfarrer Rainer Hiller nennt rückläufigen Einnahmen als Grund für die fehlenden Finanzmittel. „Aber wir haben uns auch entschieden, unsere Haushaltsmittel im Bereich Personal einzusetzen. Für die Gebäudeinstandhaltung hoffen wir auf Spenden.“ Mit Spendenmitteln sind bereits die Orgel und der Fußboden der Kirche aufgearbeitet worden. „Viele Mindener, auch solche, die der Kirchengemeinde eher fern stehen, unterstützen gerne den Erhalt des kulturhistorisch wichtigen Gebäudes.“, weiß Jörn-Hermann Kißing aus Erfahrung. „Je mehr Menschen unsere Sorgen teilen und anderen darüber berichten, umso mehr Unterstützung und Spenden werden wir hoffentlich bekommen.“ Mitglieder und Spenden haben die engagierten Ehrenamtlichen schon fleißig gesammelt. So ist die Interessengemeinschaft Weinberg e.V. dem neuen Kirchbauverein bereits beigetreten. Im nächsten Schritt planen die Vorstandsmitglieder, den Verein mit unterschiedlichen Aktionen weiter bekannt zu machen und Spenden ein zu werben. Einen Zeitpunkt für den Baubeginn konnte der Vorstand noch nicht nennen. „Der Baubeginn hängt vor allem vom Spendeneingang ab. Erst müssen wir das Geld einwerben, dann können wir sanieren.“, stellt Jörn-Hermann Kißing klar. Er gibt Interessierten gerne weitere Informationen unter Telefon: 0571 / 40096
Spenden werden erbeten auf das Konto 288 8600, Deutschen Bank Minden BLZ 490 700 24, Stichwort „Bauverein St. Marien“.






