Die Kirchengemeinde Ovenstädt richtete einen Neujahrsempfang aus; rechts Pfarrer Walter Goldstein. (uw)
Vereinsvorsitzende, Presbyter, Kommunalpolitiker aus Westfalen und Niedersachsen sowie weitere Funktionsträger hatten sich zum Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinde Ovenstädt eingefunden. Dem Gottesdienst in der Apostelkirche schloss sich ein Zusammensein im Martin-Luther-Haus an. Dort nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, in lockerer Runde miteinander ins Gespräch zu kommen und über aktuelle Themen zu diskutieren...
Einen Rückblick hielt Gemeindepfarrer Hans-Walter Goldstein. Ein Thema der Nachlese waren die Pfarrstellenwechsel in der Stadt Petershagen. Dabei nannte Goldstein die Veränderungen in Windheim und Schlüsselburg. Zudem sei Pfarrer Eckard Hagemeier vom Pfarrdienst der Kirchengemeinde Petershagen in den Schuldienst gewechselt. „Seitdem ist die Pfarrstelle dort nicht besetzt. Weitere Veränderungen wird es geben“, so der Pfarrer, der für die Kirchengemeinden Ovenstädt und Buchholz zuständig ist.
Zunächst war er in Buchholz Vakanz-Vertreter. Seit dem 1. Juli 2009 besteht offiziell die pfarramtliche Verbindung der beiden Gemeinden. Sie sind selbstständig mit eigenem Presbyterium und Haushalt. Als erfolgreich bewertete er die Veranstaltungsreihe „Kirche unterwegs“. Allein drei Gottesdienste hätten in Hävern stattgefunden. Zudem ging es im Rückblick um die offenen Abende im Martin-Luther-Haus und gemeinsame Veranstaltungen der Kirchengemeinde und Vereine. In diesem Zusammenhang erinnerte Goldstein an die Einweihung des neuen Jugendsportheims des TuS Petershagen-Ovenstädt und des umgebauten Feuerwehrgerätehauses. „Die Schließung der Grundschule Ovenstädt war für viele Einwohner ein sehr trauriges Ereignis. Nun geht es darum, die Zukunft des Kindergartens zu sichern. Alle Verantwortlichen bemühen sich, die Attraktivität dieser Einrichtung weiter zu steigern“, sagte der Pfarrer. Ein Antragsverfahren bei der „Aktion Mensch“ und der Stiftung „Wohlfahrtspflege“ sei in die Wege geleitet worden, um ein zukunftsfähiges Konzept umzusetzen. Positiv fiel die Bilanz für das freiwillige Kirchgeld unter dem Motto „Gemeinde erhalten – Gemeinde gestalten“ aus.
In seinem Ausblick für 2012 wies Pfarrer Goldstein darauf hin, dass der Ovenstädter Weihnachtsmarkt voraussichtlich im Bereich des Martin-Luther-Hauses stattfinden werde. Zudem kündige er gemeinsame Veranstaltungen des Sportvereins und der Kirchengemeinde bei der Fußball-Europameisterschaft an. Ortsbürgermeister Wolfgang Koopmann hob hervor, dass die Grundschulschließung ein harter Schlag gewesen sei. Nun liefen die Bemühungen, Turnhalle und Schwimmbad langfristig für Ovenstädt zu erhalten. Der Raddestorfer Bürgermeister Heinrich Stellhorn wies auf die Ovenstädter Kindergartensituation hin. „Wir sind mit einer Gruppe beteiligt. Das soll auch in Zukunft so bleiben“, unterstrich der Gast aus dem benachbarten Niedersachsen. Wichtig sei, den jungen Familien in den Ortschaften etwas zu bieten. Dazu gehörten die Kindergärten. „Bei der Grundschule Ovenstädt konnten wir nicht helfen. Der demographische Wandel ist da“, betonte Stellhorn.
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